Beim Literaturtreff neulich im Nähwerk (München, Schwanthalerstraße) stellte Marion Schwehr Ihr neuartiges Verlagsportal Euryclia und das Streetview Projekt vor. Ich fand die Idee gewagt, aber gewitzt und das angestrebte Format mit Streetview-Experience für Kurzgeschichten medienadäquat und richtig heiß. Noch ist es nicht umgesetzt, doch technisch soll dabei die Redaktion des SZ-Magazins "jetzt" unterstützen. Drum schickte ich Marion Schwehr eine Geschichte, die - wie ich fand - gut in das Geamtkonzept passt.
Das Ziel, ein weit verzweigtes Netz von Kurzgeschichten-Handlungsorten zu spinnen, kann nur durch die Teilnahme vieler Autoren erreicht werden. Aber dann wird es für den geneigten medienaffinen Leser richtig interessant. Er mäandert zwischen den Geschichten umher, verweilt irgendwo, liest nochmal, fängt woanders an, verwirft, konsumiert, reflektiert. Sicher ist die die "Konkurrenz" nur noch einen Klick entfernt, klar will man als Autor selbst gerne von Anfang bis Ende gelesen werden, aber: Sind wir nicht alle ein bisschen Internet?
Freut mich jedenfalls riesig, dass meine Geschichte "Ai WeiWei im Haus der Kunst" oder "Passt schon, Oma!" die von Geheimnisträgerin Oma Käthe und ihrem Enkel Timo erzählt, als Dritte neben einer Geschichte des Bachmann-Preisträgers Thomas Lang gelandet ist ;) Und das obwohl Marion schon 'zig Texte bekommen hat.